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Wertpapiere aus China


als Wegbereiter wirtschaftlichen Aufschwungs

China hat sich seit der wirtschaftlichen Öffnung in einem beeindruckenden Prozess der Erneuerung unter die führenden Wirtschaftsmächte geschoben. In China begebene und gehandelte Wertpapiere sind in den Fokus internationaler Investoren gerückt und zählen zu den begehrtesten Anlageobjekten, wenn es um hohe Rendite und enormes Wachstumspotential geht. Diese Tendenz ist trotz mancher Rückschläge, wie SARS oder die große Asienkrise, ungebrochen und scheint nicht zu bremsen zu sein. Grund genug, sich eingehend mit der Entwicklung Chinas vom Schwellenland zur Wirtschaftsmacht zu beschäftigen ...
Die Volksrepublik China ist mit rund mit 1,3 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Erde und das flächengrößte Land in Ostasien. Es kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: Die Volksrepublik wurde 1949 durch Mao als kommunistischer Staat gegründet, in dem man zunächst fast ausschließlich auf die Entwicklung der Landwirtschaft setzte. 1958 versuchte die chinesische Zentralregierung dann durch ein umfassendes Wirtschaftsprogramm, das die Gründung von Tausenden von Produktionsbetrieben auf dem Lande vorsah, die Industrialisierung Chinas voranzutreiben,. Das Ergebnis waren jedoch nicht der gewünschte wirtschaftliche Aufschwung, sondern Armut unter der chinesischen Bevölkerung und eine weitgehende wirtschaftliche Isolation, so dass einige Regionen in China unter gewissen Gesichtspunkten noch heute als "Entwicklungsland" eingestuft werden könnte.
Wertpapier aus China
Der wirtschaftliche Aufschwung Chinas begann erst nach dem Tod Maos im Jahr 1976, als sich die chinesische Wirtschaft zu öffnen begann. Die politischen Freiheiten, die dem Volk gewährt wurden, blieben weiterhin gering, doch die maroden chinesischen Staatsbetriebe wurden Schritt für Schritt auf den Weg einer sozialistischen Marktwirtschaft gebracht. Die Restrukturierung der Betriebe erforderte ungeheure Mengen an Kapital, so dass es für die Zentralregierung unumgänglich war, China für ausländische Investoren zu öffnen.
Dies erreichte die Staatsregierung, indem sie Wertpapiere begab. Diese Staatsanleihen waren durch die in Aussicht gestellten Renditen und durch in Gang gesetzte wirtschaftliche Umstrukturierung Chinas auch für Großinvestoren aus dem westlichen Ausland attraktiv.
Die chinesischen Machthaber erkannten sehr rasch, dass sie mit derartigen Wertpapieren die chinesischen Stahlkombinate oder andere große Produktionsstätten in sehr kurzer Zeit für den internationalen Wettbewerb rüsten können. Daher wurde die Ausgabe von Wertpapieren durch die Staatsregierung weiter massiv vorangetrieben, um auch die Infrastruktur in China, die Modernisierung der Eisenbahnen oder den Städtebau zu finanzieren. Das hatte eine weitere Attraktivität der chinesischen Wirtschaft für westliche Unternehmen und eine zunehmende Privatisierung der Betriebe zur Folge.
Zunächst wurden die meisten festverzinslichen Wertpapiere in US-Dollar begeben, aber bereits 1994 wurde eine in Euro begebene Staatsanleihe mit vierjähriger Laufzeit emittiert, die einen durchschlagenen Erfolg erzielte und weltweit den Investoren verdeutlichte, mit welcher Dynamik der Umbau des chinesischen Wirtschaftssystems voranschreitet. Bereits 1995 konnte China ein stabiles Wirtschaftswachstum vorweisen und hatte sich unter den führenden Wirtschaftsnationen etabliert. Das vorher wirtschaftspolitisch isolierte Land hatte sich bis dahin auf Platz 7 im internationalen Handel vorgeschoben und festverzinsliche Wertpapiere des chinesischen Staates wurden in den darauf folgenden Jahren umso attraktiver, als die internationalen Ratingagenturen China als Emittenten ein moderates bis geringes Risiko bestätigten.
Ähnlich fulminant entwickelte sich der chinesische Aktienmarkt, der weiterhin zwar seine Besonderheiten aufweist, heute jedoch in einem Atemzug mit den renommierten Finanzplätzen New York, London, Frankfurt und Tokio genannt werden muss. Während die festverzinslichen Wertpapiere eher auf den risikobewussten Anleger abzielen, bieten Aktien ein erheblich höheres Renditepotential, so dass es nicht wundert, dass auch diese Wertpapiere einen scheinbar kaum aufzuhaltenden Aufschwung zu verzeichnen haben. Die beiden wichtigsten chinesischen Börsen sind die Shanghai Stock Exchange und die Shenzhen Stock Exchange. Die Börse in Hongkong nimmt weiterhin eine Sonderrolle ein, auch nachdem 1997 Hongkong an China zurückgegeben wurde. Die beiden Inlandsbörsen in Shanghai und Shenzhen wurde Anfang der 90er Jahre gegründet und zählen heute auf Grund des täglichen Handelsvolumens bereits zu den wichtigsten Aktienbörsen weltweit.
In den ersten Jahren wurde der Handel mit Aktien noch sehr restriktiv betrieben - doch seit 2002 wurde diese Politik deutlich gelockert, so dass Investoren heute nahezu problemlos in alle Gattungen von Wertpapieren investieren können. Insbesondere die sogenannten B-Aktien stehen ausländischen Investoren zum Handel zur Verfügung. Selbst in die vornehmlich inländischen Anlegern vorbehaltenen A-Aktien können ausländische Anleger mit entsprechender Kapitalausstattung investieren. Die tägliche Marktentwicklung der Wertpapiere am chinesischen Markt spiegeln der Shanghai Composite Index, der Shenzhen Composite Index und der Hang Seng Index wider.
Ein gutes Beispiel für das rasch angewachsene Interesse an Wertpapieren aus China ist die Entwicklung der Industrial and Commercial Bank of China Limited (CBCL), der hinsichtlich der Bilanzsumme größten Bank der Volksrepublik China. Die Bank wurde 1984 gegründet und bereits 1991 zur Nummer 8 der 500 größten Banken der Welt gekürt. 2005 wurde die CBCL in ein Privatunternehmen umgewandelt und machte 2006 den Börsengang mit einer Aktienplatzierung von 17,5 Milliarden Euro, den bisher größten Börsengang weltweit. Das Interesse an Aktien aus China spiegelt sich darin wider, dass etwa 64% dieser Aktien von international agierenden Investoren gekauft wurden.
Der von ausländischen Investoren lange kritisierten fehlenden Transparenz beim Handel mit Wertpapieren in China begegnete die chinesische Zentralregierung mit der Einführung einer chinesischen Börsenaufsicht, der China Securities Regulatory Commission (CSRC), sowie einem 1999 erlassenen Wertpapiergesetz. In den vergangenen Jahren haben auch die Chinesen selbst ein überdurchschnittliches Interesse für Wertpapiere entwickelt, so dass in China ein wahrer Aktienboom einsetzte. Heute nimmt China hinsichtlich des gehandelten Aktienvolumens den Platz 2 unter den internationalen Finanzplätzen ein.
Gerade dass die Wertpapiere aus China schon mehreren großen Krisen und globalen Schwächeperioden getrotzt haben, zeigt die Stabilität des Wertpapiermarktes in China. Das Wirtschaftswachstum hält nachhaltig an, viele Wirtschafts- und Finanzexperten halten das Entwicklungspotential der chinesischen Wirtschaft auch für die kommenden Jahre für überdurchschnittlich, so dass Wertpapiere auch für ausländische Investoren weiter hochinteressant sind. Zudem sollten die 2008 in Peking stattfindenden Olympischen Spiele das Interesse an China noch einmal kräftig unterstützen.
Alle großen Banken bieten Produkte an, mit denen auch der private Kleinanleger an der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung Chinas profitieren kann. Eine Reihe von Investmentfonds oder Zertifikaten stehen dem Privatinvestor zur Auswahl, deren Fondsmanager als Spezialisten der chinesischen Wirtschaft gezielt in aussichtsreiche Wertpapiere investieren. Obgleich davon ausgegangen werden darf, dass die Märkte in China die erforderliche Stabilität besitzen und politische Überraschungen in der Zukunft weitgehend ausgeschlossen werden können, sind Wertpapiere aus China wie aus jeder anderen Region mit dem Risiko von drastischen Kursverlusten verbunden, dessen sich der Anleger immer bewusst sein muss.